Zucht aus Passion und Überzeugung

Über mich 

Ich heiße Christian Bartsch, bin 1980 in Erfurt/ Thüringen geboren. Meine größten Hobbies sind meine Hunde, das Angeln und natürlich die Jagd. Nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit entschied ich mich für ein Forstwirtschaftsstudium an der Fachhochschule Schwarzburg in Thüringen. Dabei erlangte ich 2003 meinen Jagdschein.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums absolvierte ich zwei Praktika bei Großprivatwaldbesitzern in Bayern/ Franken. Im Anschluss bekam ich eine Anstellung als Förster bei einem Großprivatwaldbesitzer in der Nähe von Hofheim in Unterfranken/ Landkreis Haßberge. Dort war ich ab dem 01.01.2005 als jüngster Förster Deutschlands beschäftigt. Ich betreute 10 Walddistrikte von drei Adeligen und einer Stiftung von Nordthüringen bis nach Hammelburg mit ungefähr 1600 ha. Die Jagdausübung hatte dabei eine sehr große Bedeutung. Auf fast 2500 ha konnte ich nach Herzenslust auf Niederwild und Hochwild (inklusive Rotwild) waidwerken. So erlegte ich jedes Jahr ca. 50 Stücken Schalenwild. Im Jahr hatte ich viele Drückjagden mit zu organisieren.

Da am 03.12.2004 kurz vor meinem Dienstantritt, meine Deutsch Drahthaar Hündin bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde, kümmerte ich mich um einen neuen Jagdhelfer. Da ich schon immer einen Weimaraner- den seit je her klassischen Försterhund- führen wollte, nahm ich Kontakt zum Weimaraner Klub auf. Mein Dienstherr als Terrierführer war von der Idee, so einen großen Vorstehhund zu führen, nicht sonderlich begeistert. Ich überzeugte ihn, dass wir durch die teilweise kleinen Revierstrukturen einen sehr führigen und schnellen Hund brauchen der bei der Vielzahl von Jagdgästen ein absoluter Spezialist für Nachsuchen sein müsste, aber auch ein sehr guter Allrounder.

Am 05.03.2005 bekam ich von Heinz und Martina Gräber (Vielen Dank nochmals für euer großes Vertrauen!) meinen sehr geliebten Bento II vom Birkeneck. Dieser Hund prägte meine Jagdjahre so sehr, dass ich dieser faszinierenden Hunderasse immer verfallen sein werde. Bento war ein grandioser Hund, welcher mit seiner Ruhe, Gelassenheit, super Fährtenarbeit und absolutem Finderwillen sehr erfolgreich und angesehen war. Ich bin froh und stolz, ihn bei 427 Nachsuchen begleitet zu haben. Der Finderwille und die Beharrlichkeit waren einmalig. Wir konnten sehr viel Wild vom Leiden erlösen. Wir hatten tolle gemeinsame Jahre mit unbeschreiblichen Jagderlebnissen, von denen ich keine missen möchte. Doch nach 12 Jahren bekam Bento starken Husten. Anfangs dachte ich mir nichts dabei, ging dann aber doch zum Tierarzt. Die Diagnose und eine Lebenserwartung mit Medikamenten von höchstens einem halben Jahr war ernüchternd. Was soll ich sagen, die letzten sieben Monate hatten wir trotzdem eine tolle, intensive Zeit. Ich setze ihn weiterhin erfolgreich zu SEINEN Nachsuchen ein. Immer in der „Hoffnung“, er geht bei seiner Passion über die Regenbogenbrücke.

Zwei Wochen vor seinem Tod stellte er noch einen angeschossenen Überläufer im Raps und hielt diesen, bis ich ihn mit der kalten Waffe abfangen konnte, fest. Beim Aufbrechen ffing Bento sogar noch an, im Raps zu stöbern und machte vier weitere Überläufer hoch, von denen einer gestreckt werden konnte. Wahnsinn. Ich werde Bento immer in bester Erinnerung als Familienmitglied, Freund und edelsten Jagdhelfer behalten.

Aus diesem Grund bin ich sehr froh, einen direkten Nachkommen, Bento´s Urenkeltochter, in Alpha vom Bromkamp gefunden zu haben. Sie zog am 09.07.2016 bei uns ein. Beide Hunde hatten eine tolle gemeinsame Zeit, in der sie enorm voneinander proffitierten. Ich verlangte/ verlange nie von Alpha, dass sie in die riesigen Pfotenabdrücke Bento`s tritt. Sie hinterlässt genau so große Pfotenabdrücke, aber in einem ganz anderen Stil. Alpha ist sehr temperamentvoll, schnell, mit großem Finderwillen und ist sehr leicht zu motivieren. Die Prüfungsvorbereitungen waren mit ihr dennoch anspruchsvoll, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Es macht sehr viel Freude mit ihr zu jagen!!! Sie stöbert im Wald perfekt und macht sehr viel Strecke, ohne den Kontakt zu mir zu verlieren. Niederwild jagd sie kurz laut an, Hochwild verfolgt sie hartnäckig und Rotten sprengt sie kompromisslos, ist sicht- und bei den letzten Jagden sogar spurlaut (spurlaut noch nicht eingetragen). Sie liebt es, Wasser- und Federwild zu jagen und wird mit jedem Einsatz bei der Nachsuche perfekter, da sie ruhiger, erfahrener und abgeklärter wird.

Es freut mich und erfüllt mich mit stolz, dass ich mit ihr züchten darf...  

Christian Bartsch

Forstamtsrat